Friedens-, Sicherheitspolitik und Konfliktprävention
Friedens- und Sicherheitspolitik braucht die Gender-Perspektive
Friedens- und Sicherheitspolitik ist noch immer eine Männerdomäne, Konzepte und Strategien sind weitgehend gender-blind. Frauen kommen auf der Entscheidungsebene über Krieg, Konfliktprävention oder Friedensverhandlungen kaum vor. Frauen und Männer sind von gewaltsamen Konfliktaustragungen unterschiedlich betroffen. Eine nachhaltige Friedens- und Sicherheitspolitik braucht eine Geschlechterperspektive. Die Resolutionen 1325, 1820, 1888 und 1889 des UN-Sicherheitsrats weisen einen Weg, wie Friedens- und Sicherheitspolitik geschlechtergerechter werden kann. Deshalb setzen wir uns besonders für ihre Umsetzung ein.
10-Punkte-Katalog
UN-Resolution 1325 umsetzen – Mit Blick auf den 10. Jahrestag der UN-Resolution 1325 haben zivilgesellschaftliche Organisationen aus verschiedenen EU-Ländern auf Initiative von EPLO (European Peacebuilding Liaison Office) einen 10-Punkte-Katalog zur Umsetzung dieser Resolution für Europa entwickelt. Auch Gitti Hentschel hat daran mitgearbeitet. Über 60 Organisationen, darunter das Gunda-Werner-Institut und der Frauensicherheitsrat, haben diese Empfehlungen unterzeichnet. mehr»
Übersicht
Nach „Frauen, Frieden und Sicherheit“ weitere UN-Resolutionen gegen Kriegsgewalt. – Ohne Frauen und ihre Expertise ist Frieden nicht zu erreichen, aber auch nicht, ohne  ihren Schutz vor (sexualisierter) Kriegsgewalt zu gewährleisten. Und: die Umsetzung der Vorgaben muß überprüft werden. Deshalb hat der Sicherheitsrats der Vereinten Nationen nach UN- Resolution 1325 in den letzten Jahren drei weitere Resolutionen verabschiedet: 1820, 1888 und 1889 mehr»
Vorankündigung
Zum 10. Jahrestag der UN-Resolution 1325 - "Krisen bewältigen, bewaffnete Konflikte beenden - Friedenspolitische Strategien von Männern und Frauen" – Internationale Konferenz des Gunda-Werner-Instituts in Kooperation mit dem deutschen Frauensicherheitsrat - Termin: 28.10.-30.10.2010, Ort: Heinrich-Böll-Stiftung Berlin. mehr»
Vernetzungstreffen
10 Jahre UN-Resolution 132529. Januar 2010 - Zum 10. Jahrestag der UN-Resolution 1325 zu Frauen, Frieden und Sicherheit im Oktober 2010 planen Frauen-, Friedens- und Menschenrechtsgruppen vielfältige Aktivitäten. Auch wir sind daran beteiligt: Zum Austausch und Planen trafen der Frauensicherheitsrat und das GWI bei einem Meeting in der Heinrich-Böll-Stiftung ein. Folgende Presseerklärung zur Londoner Afghanistan-Konferenz wurde bei diesem Treffen verabschiedet. mehr»
Cover: Frieden, Sicherheit und Geschlechterverhältnisse
Frieden, Sicherheit und Geschlechterverhältnisse – Mit der vorliegenden Publikation präsentiert das Gunda-Werner-Institut ein ausführliches Positionspapier für die internationale Debatte zur Friedens- und Sicherheitspolitik. Schriftenreihe des Gunda-Werner-Instituts Bd. 6, Oktober 2009 mehr»
Buch
Hoffnungsträger 1325 – Die UN-Resolution 1325 soll dazu führen, dass Frauen bei der Prävention von Konflikten eine größere Rolle spielen. Das fordern viele Frauennetzwerke seit Jahren. Doch der Widerstand ist groß - auch in Europa. mehr»
Fachgespräch
Gewalteskalation verhindern, Konfliktursachen bekämpfen – Strategien und Perspektiven18. Mai 2010 - Die Geschlechterperspektive ist eine zentrale Voraussetzung für die Nachhaltigkeit krisenpräventiver Projekte. Das Fachgespräch des Gunda-Werner-Instituts behandelte am 18. Mai 2010 Chancen und Perspektiven geschlechtergerechter Krisenprävention. Lesen Sie die Beiträge der Expert_innen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft. mehr»
Fachgespräch
Hat Terrorismus ein Geschlecht?28. Oktober 2009 - Wie hängen Erscheinungsformen, Motive und Auswirkungen von Terrorismen mit der Geschlechterperspektive zusammen? Lassen sich vergleichbare Linien in der gesellschaftllichen Wahrnehmung von Selbstmordattenäter_innen, RAF-Mitgliedern  und  Osama Bin Laden als einem „Signifier des Terrors“ erkennen, wenn Gender zur Analyse herangezogen wird? Diese und andere Fragen wurden beim  Fachgespräch „Hat Terrorismus ein Geschlecht?“ am 28.10.2009 diskutiert. mehr»
Aufruf
Aktivitäten im Jubiläumsjahr der Resolution 1325 – Der 10. Jahrestag der Resolution 1325 im Oktober 2010 nähert sich und die Veranstaltungen mehren sich. Deshalb appelliert der Frauensicherheitsrat an alle: Sorgt für gegenseitig Information und Vernetzung, damit alle Aktivitäten breit bekannt werden. Lesen Sie hierzu unsere Übersicht über die Aktivitäten. mehr»
Friedensgutachten: No women no peace – Der Deutsche Frauensicherheitsrat kritisiert, dass das diesjährige Friedensgutachten jede Genderkompetenz vermissen lässt und macht das Versäumnis am Beispiel Afghanistan deutlich. mehr»
Rubrik
Frauensicherheitsrat – Der deutsche Frauensicherheitsrat (FSR) ist ein regierungs- und parteiunabhängiges Netzwerk, das zum Thema Gender, Frieden und Sicherheit sowie als Lobby für die Umsetzung der Resolution 1325 arbeitet. Hier finden Sie letzte Aktivitäten des FSR. mehr»
Dokumentation
Responsibility to Protect - Schutzverantwortung aus Gender-Sicht26. Mai 2009 - Was bringt das UN-Konzept der Schutzverantwortung "responsibility to protect – r2p" aus Genderperspektive? Dies war die zentrale Fragestellung eines Fachgesprächs, welches das Gunda-Werner-Institut am 26. Mai 2009 in Kooperation mit dem Frauensicherheitsrat in der Heinrich-Böll-Stiftung durchgeführt hat. mehr»
Religion, Politics and Gender Equality Love me Gender - Gender is Happening - eine Happeningwoche des Gunda Werner Institutes Was ist der Streit-Wert? Online-Debatten zu Feminismus und Geschlechterdemokratie
Das GWI bei Twitter
             
Positionen
POSITIONEN DES GUNDA-WERNER-INSTITUTS
Gemeinsam mit internationalen Expert_innen fordert und fördert das Gunda-Werner-Institut eine geschlechtergerechte, feministische Frieden- und Sicherheitspolitik. Dafür haben wir Vorschläge zur Umsetzung entwickelt. mehr»
Gut zu wissen
  • Reform at the United Nations
    High-Level Panel on Threats, Challenges and Change, 2004 mehr»
  • UN-Reform: What's in it for Women?
    The publication features reflections, insights, and analysis by women from different regions specifically examining the impact of the UN reform process on women at the regional and national levels. [» PDF]
  • World Summit 2005 (Millennium+5 Gipfel)
    Anlässlich des 60. Geburtstags der Vereinten Nationen. Ziele waren Evaluation der Fortschritte seit der Millenniumserklärung und Vorschläge zur Reform der UN. mehr»
  • Millennium Summit
    06. bis 08. September 2000 mehr»
  • UNIFE
    contributed to the summit in several ways mehr»
  • Millennium Development Goals (MDGs)
    Die Regierungen haben auf dem UN-Millenniumgipfel 2000 klare Vorgaben für die Umsetzung von acht konkreten und messbaren Entwicklungszielen festgeschrieben. mehr»
  • En Route to Equality
    A Gender Review of National MDG Reports, 2005 [» PDF]
  • The Millennium Development Goals Report 2007 [» PDF]
  • Frauen an den Konfliktherd
    Von Gitti Hentschel, 2007 [» PDF]
  • Challenges to the European security strategy from a gender perspective
    Contribution to an international conference on gender-inclusive decision making for peace with justice: "Who’s making policy? What difference does it make?", 18.-20.10. 2006 -Von Gitti Hentschel [» PDF]
  • Roadmap to 1325 – a Project for Engendering the European Peace and Security Policy'
    Vortrag von Gitti Hentschel 2007 [» PDF]
  • UNRIC
    Das regionale UN-Informationszentrum für Westeuropa zur Frauenpolitik der UN und Peking+5 mehr»