Gewalt & Konflikt
Gewaltförmige Konflikte und Konfliktprävention
Gewaltförmige Konflikte und Kriege haben vielfältige Hintergründe. Bei der Ursachenanalyse wird aber ein wesentlicher Faktor meist außer Acht gelassen - die geschlechterpolitische Dynamik. Der Blick auf die Machtverhältnisse zwischen Frauen und Männern ist jedoch ebenfalls wichtig, um zu verstehen, wie Krisen und Kriegen entstehen, wie sie verhindert werden können und ein nachhaltiger Frieden erreicht werden kann. Frieden ist mehr als nur Abwesenheit von Krieg. Eine geschlechtergerechte und gewaltfreie Gesellschaft ist nicht durch Militär zu verwirklichen, sondern durch zivilgesellschaftliche Formen der Konfliktregulierung, vor allem durch Prävention. Dabei spielt die Geschlechterfrage eine wichtige Rolle.

Aktuelle Beiträge

Im Namen der Frauen

- „Spätestens seit dem Krieg in Afghanistan ist nun auch vom «embedded feminism» die Rede. Der Begriff kommt aus der wissenschaftlichen Auseinandersetzung um die Frage, inwiefern Frauen- und Geschlechterfragen bei der Legitimation beziehungsweise Delegitimation von staatlicher Gewalt eine Rolle spielen...“

Die Einführung von Barbara Unmüßig zum Böll.Thema 1/2011 - Wie Frauen und Männer gemeinsam Frieden schaffen

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Fachgespräche

Anna v. Gall und Brigid Inder - expert_innen beim Fachgespräch Transitional Justice-ein Weg gegen sexualisierte Kriegsgewalt? 03.11.2011

Fachgespräch

Transitional Justice – ein Weg gegen sexualisierte Kriegsgewalt?

- 3. November 2011 - In den letzten Jahren haben Transitional Justice Konzepte im Zusammenhang mit der Aufarbeitung der konfliktreichen Vergangenheit von Gesellschaften an Bedeutung gewonnen. Umstritten ist, wie weit notwendig dazu gehört, die vergangenen Verbrechen aufzudecken, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, um so den Opfern Genugtuung widerfahren zu lassen und ihre Würde wieder her zu stellen. mehr»
Teilnehmer_innen/Expert_innen beim Fachgespräch Militarisierte Männlichkeit in (post-)Konfliktregionen.

Fachgespräch

Militarisierte Männlichkeit in (post-)Konfliktregionen

- 18. Mai 2011 - Wie kann militarisierten Männlichkeitskonstrukten erfolgreich begegnet werden? Wie arbeiten Projekte vor allem in (Post)Konfliktregionen mit Männern, die sexualisierte Gewalttaten verübt haben? Ein Fachgespräch des gwi in Kooperation mit medica mondiale und dem Frauensicherheitsrat. mehr»

Fachgespräch

Hat Terrorismus ein Geschlecht?

- 28. Oktober 2009 - Wie hängen Erscheinungsformen, Motive und Auswirkungen von Terrorismen mit der Geschlechterperspektive zusammen? Lassen sich vergleichbare Linien in der gesellschaftllichen Wahrnehmung von Selbstmordattenäter_innen, RAF-Mitgliedern  und  Osama Bin Laden als einem „Signifier des Terrors“ erkennen, wenn Gender zur Analyse herangezogen wird? Diese und andere Fragen wurden beim  Fachgespräch „Hat Terrorismus ein Geschlecht?“ am 28.10.2009 diskutiert. mehr»

Konfliktprävention

Angst, Sicherheit und Frieden

- Die Frage nach individueller und öffentlicher Sicherheit rangiert in der öffentlichen Wahr-nehmung weit vor dem Wunsch nach Frieden und friedvollen gegenseitigen Beziehungen. Sicherheit scheint also Vorrang vor Frieden zu haben. mehr»

Militärinterventionen schaffen keine Sicherheit

- Friedensforscherinnen, zivilgesellschaftliche Gruppen, politische Parteien und supranationale Organisationen hinterfragen die bisherigen Vorstellungen von Sicherheit und haben neue Konzepte zur zivilen Konfliktbearbeitung und Krisenprävention entwickelt. mehr»

Feministische Dilemmata

- Feministinnen befinden sich in der Zwickmühle zwischen fundamentaler und systemimmanter Kritik, zwischen dem Anspruch auf Systemveränderung und dem Aufzeigen konkreter geschlechtersensibler Ansätze auch im militärisch-strategischen Bereich. mehr»

Prävention statt Eskalation

- Friedenspolitik heißt, Gewaltprävention in allen Krisen- und Konfliktregionen zu fördern und  Friedensakteur/innen vor Ort zu stärken. Traditionelle Formen der Gewaltprävention reichen oft nicht aus. Alle gesellschaftlichen und staatlichen Institutionen, auch Familien und Schulen, müssen einbezogen werden. mehr»

Gewaltförmige Konflikte

Krieg und Frieden haben eine Geschlechterdimension

- Bewaffnete Konflikte hängen auch mit ungerechten Geschlechterverhältnissen zusammen. Die großen UN-Konferenzen der 90er Jahre haben geschlechter- und friedenspolitische Anliegen auf die Agenda gesetzt und die Zivilgesellschaft gestärkt. mehr»

Heutige Kriege und Konflikte erfordern neue Lösungen

- Mit Mauerfall, Globalisierung und terroristischen Angriffen haben sich die sicherheitspolitischen Bedingungen weltweit verändert. Die Klimakatastrophe, die Welthungerkrise, der Kampf um Rohstoffe und die Weltwirtschaftskrise sind weitere Bedrohungen für den Frieden. mehr»

Militär und Gender in der Konfliktbearbeitung

- Nach dem Ende der Ost-West-Konfrontation haben militärische Organisationen wie die NATO einen Bedeutungswandel erfahren. Weil sie an Wichtigkeit verloren, entwickelten sie in der Folge ein vielfältiges Aufgabenfeld, um ihre Existenz zu legitimieren. Dadurch gewannen sie an Definitionsmacht. mehr»

Stereotype Geschlechterbilder in Krieg und Frieden

- Die Geschlechterrollen im Krieg waren jahrhundertelang über viele Kulturen hinweg stereotyp verteilt: Männer kämpften mit Waffen, Frauen jedoch nicht – von wenigen Ausnahmen abgesehen. Das beginnt sich langsam zu ändern. mehr»
Love me Gender - Gender is Happening - eine Happeningwoche des Gunda Werner Institutes Wome´s Voices Women´s Choices - 100 Jahre internationaler Frauentag
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Positionen
POSITIONEN DES GUNDA-WERNER-INSTITUTS
Gemeinsam mit internationalen Expert_innen fordert und fördert das Gunda-Werner-Institut eine geschlechtergerechte, feministische Frieden- und Sicherheitspolitik. Dafür haben wir Vorschläge zur Umsetzung entwickelt. mehr»