Der grüne New Deal - ein guter Deal für Frauen?!
Die Grüne Bundesfrauenkonferenz am 17. und 18. April 2010 in Bonn stellt dem Green New Deal die Geschlechterfrage: Erneuerbare Energien sind ein Jobmotor, aber auch die Care-Ökonomie, das Bildungswesen und der Gesundheitssektor bieten Möglichkeiten zu nachhaltigen Investitionen in die Zukunft. In diesem Zusammenhang muss auch der Geschlechtervertrag neu verhandelt und den Lebensrealitäten Rechnung getragen werden. Mehr Ingenieure in die „Erneuerbaren“ und mehr Pflegerinnen zu Hungerlöhnen in die Krankenhäuser ist nicht der Deal, den wir meinen. Wenn wir die Wirtschaft nachhaltig, ökologisch und sozial ausgewogen umkrempeln wollen, brauchen wir einen Gesellschaftsvertrag, der schon in der Schule Mädchen und Jungen ein breiteres Berufswahlspektrum eröffnet. mehr»

Zentral im Green New Deal ist die Fokussierung auf industrielle (Groß)Technik und ihre Transformation. Gender ist ein Thema, wenn es um Arbeit in der Care-Ökonomie geht. Der Green New Deal soll jedoch nicht nur in der Industrie, sondern auch in den persponenbezogenen Dienstleistungen neue Jobs schaffen – damit alle Geschlechter davon profitieren. In dem Bereich der personenbezogen Dienstleistungen sind überproportional Frauen beschäftigt. Care-Ökonmie ist aber nicht nur ein Wirtschaftsfeld, dass der grüne New Deal in den Blick nimmt, sondern auch eine grundlegend wirtschaftstheoretische Perspektive, deren zentrale Frage lautet: „Wie denken wir uns die politische Ökonomie der personenbezogenen Dienstleistungen für alle im Unterschied zur Autoproduktion für alle?“ (Mascha Madörin). Dazu hat das Gunda-Werner-Institut zwei Fachgespräche veranstaltet. mehr»

 

Das GWI in Social Networks
Icon Facebook, CC-BY-SA jwloh01 at gmail dot com Facebook Icon Twitter, CC-BY-SA jwloh01 at gmail dot com Twitter
Icon YouTube, CC-BY-SA jwloh01 at gmail dot com YouTube Icon Flickr, CC-BY-SA jwloh01 at gmail dot com Flickr
GENDERKICKS 2011 Love me Gender - Gender is Happening - eine Happeningwoche des Gunda Werner Institutes Was ist der Streit-Wert? Online-Debatten zu Feminismus und Geschlechterdemokratie
Gut zu wissen
  • Existenzsichernde Beschäftigung von Frauen und Männern
    Expertise der Agentur für Gleichstellung im Europäischen Sozialfonds [»PDF]
  • Gleichstellungspolitik ist Lebenslaufpolitik
    Tagungsdokumentation Zeit für Verantwortung im Lebensverlauf – Politische und rechtliche Handlungsstrategien (Berlin/München 2011) setzt Schlusspunktdes Projekts "Was kommt nach dem Ernährermodell?" von BMFSJ und Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Sozialrecht [»PDF]
  • "Arbeitsmigration von Frauen im Kontext der Globalisierung"
    Der Bericht bietet eine Einführung in die wichtige aktuelle politische Analyse über den Einfluss der Globalisierung auf Arbeit, Mobilität und Empowerment von Frauen. mehr»
  • Weltweite Pflegemigration
    Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung analysiert die Zunahme weiblicher Migration: Gut ausgebildetes Pflegepersonal hat einen wachsenden Anteil an den Migrationsströmen [» PDF]
  • Arbeitsorganisatorische Leitbilder
    Care als Leitbild für die Arbeit der Zukunft - für ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit
    Synopse der Sozialforschungsstelle (sfs) Dortmund [» PDF]
  • Gender in der Finanz- und Wirtschaftskrise
    Expertise von Dr. Gabriele Schambach für die Hans-Böckler-Stiftung mehr»
  • "The Global Financial Meltdown and the Impact of Financial Governance on Gender"
    von Brigitte Young & Helene Schuberth, Garnet Policy Brief, Nummer 10, Januar 2010 [» PDF]
  • Ehegattensplitting abschaffen
    Argumente gegen das Ehegattensplitting mehr»
  • Kriterien für eine geschlechtergerechte Steuerpolitik
    Individualbesteuerung im Vergleich mit Splittingverfahren mehr»
  • Feministische Kritiken an Hartz IV
    Die Sozialstaatsreform und die Frauen mehr»
  • Bedarfsorientierte Grundsicherung
    Wirksames Modell für eine geschlechtergerechtere Ausgestaltung unserer Sozialsysteme? mehr»
Geschlechterpolitischer Ratschlag
Geschlechterpolitischer Ratschlag 2009: Wie kommt "Gender" in den "Green New Deal"?
Die Finanz- und Wirtschaftskrise und ihre geschlechterpolitischen Perspektiven mehr»