Ein Schritt vor - und zwei zurück?
Grafik: Ein Schritt vor - zwei zurück
Eine kritische Erläuterung der Reformmodelle zur Einkommensbesteuerung

Das Ehegattensplitting ist kein in Stein gehauenes Gesetz und die oft zitierte Verfassungskonformität fragwürdig. Es gibt keinen zwingenden Grund, nicht nach Alternativen zu diesem Steuermodell zu suchen – wohl aber die Notwendigkeit, durch dieses Modell entstehende Ungerechtigkeit zu benennen und gerechtere Gesetze einzufordern. Der Blick in andere Gesellschaften zeigt, dass die Ehegattenbesteuerung nach deutschem Modell eine Ausnahme ist, Individualbesteuerung hingegen eher die Normalität.

Die derzeit diskutierten Reformmodelle vertreten ein breites Spektrum von Alternativen mit teils gegensätzlicher Zielrichtung. Doch aller Kritik und allen Ideen zum Trotz tun sich Politik und Verwaltung schwer mit einer wirklichen Reform – vielleicht, weil die „Abschaffung des Ehegattensplittings“ zu schnell als Steuererhöhung interpretiert würde – oder weil die eigene Biographie nicht infrage gestellt werden soll? Die folgenden Kapitel erläutern die konkreten Modelle und die zögerliche Diskussion darüber.

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Gut zu wissen
  • Fehlanreize durch Ehegattensplitting
    Gutachten der Sachverständigenkommission an das BMFSFJ vom Januar 2011 von Ute Klammer u.a. [»PDF]
  • Ehegattensplitting abschaffen
    Argumente gegen das Ehegattensplitting mehr»
  • Kriterien für eine geschlechtergerechte Steuerpolitik
    Individualbesteuerung im Vergleich mit Splittingverfahren mehr»