Der Inhalt der Resolution lässt sich also mit drei „P“s zusammenfassen: Partizipation, Prävention und Protektion.
Die Resolution 1325 gilt als historischer Durchbruch für die Forderungen der internationalen Frauenfriedensbewegung. Ihre Schwäche ist jedoch, dass keinerlei Quoten oder zeitliche Fristen, keine Vorgaben für Mittel und keine Form von Monitoring für ihre Verwirklichung festgelegt wurden.
Die deutsche Bundesregierung hat bisher zwei Berichte zur Umsetzung von Resolution 1325 vorgelegt, den ersten im Jahre 2004, den zweiten 2007. Zu beiden Berichten hat der deutsche Frauensicherheitsrat, ein Netzwerk deutscher Friedensforscherinnen und Friedensaktivisten, kritisch Stellung genommen und seinerseits „Schattenberichte“ formuliert, die auf der Website des GWI und auf der Website des Frauensicherheitsrats veröffentlicht wurden.
Für Oktober 2010 wird ein dritter Bericht der Bundesregierung zur Umsetzung von Resolution 1325 erwartet. Der deutsche Frauensicherheitsrat wird voraussichtlich auch hierzu einen Schattenbericht erstellen.
Quellen:
- Die UN-Resolution im Wortlaut [» PDF]
- Literaturrecherche zur Umsetzung der UN-Resolution 1325
Weitere Informationen:
- 10-Punkte-Katalog zur Umsetzung der Resolution 1325 für Europa
- Dokumentation der Konferenz "Krisen bewältigen, bewaffnete Konflikte beenden" anlässlich des 10. Jahrestages der UN-Resolution 1325
Hrsg. im Ulrike Helmer Verlag vom Gunda-Werner-Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie in der Heinrich-Böll-Stiftung
Königstein/Ts., Oktober 2008, 272 Seiten, 25 Euro
ISBN 978-3-89741-282-8
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