Vorankündigung
Zum 10. Jahrestag der UN-Resolution 1325 - "Krisen bewältigen, bewaffnete Konflikte beenden - Friedenspolitische Strategien von Männern und Frauen"
Ankündigung der internationalen Konferenz des Gunda-Werner-Instituts  in Kooperation mit dem Frauensicherheitsrat und den Friedensfrauen weltweit

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Termin:
28.10-30.10.2010
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

Was ist aus den Erfahrungen mit der (Nicht)Umsetzung der UN-Resolution 1325 „Women, Peace and Security“ zu lernen, welche Schlüsse sind daraus zu ziehen, welche Strategien zu überdenken und zu verändern?

Zehn Jahre nach Verabschiedung dieser für die geschlechtersensible Friedens- und Sicherheitspolitik wegweisenden Resolution durch den UN-Sicherheitsrat, wird das Gunda-Werner-Institut, in Kooperation mit dem deutschen Frauensicherheitsrat, mit Blick zurück nach vorn die Ergebnisse dieser Resolution kritisch bilanzieren.

Inwiefern werden Frauenrechte als Vorwand für bewaffnete Interventionspolitik missbraucht? Welche Bedeutung haben traditionelle Geschlechterrollen und militarisierte Männlichkeitskonzepte für die Entwicklung von kriegerischen Auseinandersetzungen und wie ist dem zu begegnen? Was brauchen die Opfer sexualisierter Kriegsgewalt – Frauen, aber auch Männer - an Schutz und Unterstützung, um u.a. vor internationalen Strafgerichtshöfen als Zeuginnen und Zeugen Gehör zu finden?

Diese Themen und Fragestellungen, die über den Kernbereich der UN-Resolution 1325 - Prävention von gewaltsamen Konflikten, Partizipation von Frauen und Protektion vor sexualisierter Gewalt - hinaus gehen, werden gleichermaßen auf dieser dreitägigen Konferenz mit internationaler Beteiligung erörtert.

Ziele sind unter anderem: Die Ergebnisse als Forderungen und konkrete Handlungsempfehlungen an die politischen Handlungsträger_innen zu adressieren und zur Vernetzung von frauen- wie männerpolitischen Bündnissen beizutragen.

u. a. mit

  • Sanam Anderlini, MIT Centre for International Studies, Cambridge, USA (angefragt)
  • Rebecca Stubblefield, Medica Mondiale Liberia
  • Maha Abu Dayyeh, Jerusalem Women's Centre for Legal Aid and Counselling, Palästina
  • Soraya Sobhrang, Commissioner for Women's Rights at the Independent Afghan Human Rights Commission, Afghanistan
  • Kamila Faizyar, Women and Children Legal Research Foundation, Afghanistan
  • Carol Cohn, Boston Consortium on Gender, Security and Human Rights, Boston, USA
  • Barbara Lochbihler, Fraktion der Grünen, Europaparlament, Brüssel
  • Paul Higate, Senior Lecturer, Dept. of Politics, University of Bristol, U.K.
  • Andreas Zumach, Publizist und Journalist, Palais des Nations, Genf


Programm (PDF)

Weitere Informationen: gwi@boell.de

Religion, Politics and Gender Equality Love me Gender - Gender is Happening - eine Happeningwoche des Gunda Werner Institutes
Gut zu wissen
  • UN-Resolution 1325:
    Was beinhaltet sie? [» PDF] Eine Synopse des GWI gibt einen Überblick über den Stand der Umsetzung der Resolution in der EU mehr»
  • Roadmap to 1325: Ein symbolischer Staffellauf durch Europa
    Beitrag von Gitti Hentschel 2008« [» PDF]
  • Frauen an den Konfliktherd
    Von Gitti Hentschel 2007 [» PDF]
  • Gewaltförmige Konflikte: Ursachen, Verlauf und Lösungsansätze im Licht der Geschlechterverhältnisse
    Von Gitti Hentschel 2006 [» PDF]
  • UN-Milleniumsziele
    Worum geht es dabei?  mehr»
  • Zur Transformation internationaler Politik aus feministischer Perspektive
    Entspricht die Resolution 1325 feministischen Konzeptionen von Sicherheit? Magisterarbeit von Nouria Ali-Tani, Hamburg 2006 [» PDF]
  • Die UN-Resolution 1325. Frieden mit Frauen und Frieden für Frauen
    Magisterarbeit von Sylvia Braun, Regensburg 2007 [» PDF]
  • 1325 PeaceWomen
    Women's International League for Peace and Freedom mehr»
  • Kirchen für UN 1325
    Die Interchurch Organisation for Development Cooperation (ICCO) und Kerk in Actie veranstalteten 2007 die Konferenz "Women: From Target Groups to Stakeholders" in Brüssel mit dem Ziel, das Netzwerk für die Umsetzung der UN-Resolution 1325 auszuweiten [» PDF]
  • Roadmap to 1325 – a Project for Engendering the European Peace and Security Policy
    Konferenzvortrag von Gitti Hentschel [» PDF]
  • 1325 EU Partnership
    Die Initiative 1325 EU Partnership ist ein Forum für Entscheidungsträger_innen. Sie fördert Gender-Perspektiven und die Umsetzung von 1325 in der EU. UnterstützerInnen kommen u.a. von European Peacebuilding Liaison Office (EPLO), Swedish Armed Forces, Deutscher Bundeswehr, EPLO, Brüsseler Think-Tank Security & Defense Agenda (SDA), Geneva Centre for the Democratic Control of Armed Forces (DCAF) und International Security and Information Service Europe (ISIS). mehr»
  • The NGO Working Group on Women, Peace and Security (NGOWG)
    Adherence to SCR 1325 is a necessary tool for the prevention of armed conflict and for the inclusion of gender in the ongoing peace and security discourse taking place within the United Nations and the international community.  mehr»